Familienzentrum St. Jacobi in Göttingen eröffnet

Nachricht Göttingen, 04. Oktober 2026
v.l.: Ilona Raupach, erste Vorsitzende des Ev.-luth. Kindertagesstättenverbands Göttingen-Münden, Koordinatorin des Familienzentrums Naseem Gaghman und Einrichtungsleiterin Gabriele Viebrans.

Am 2. Oktober hat das Familienzentrum St. Jacobi seine offizielle Eröffnung gefeiert. Von 15 bis 18 Uhr waren Familien, Mitarbeitende, Kooperationspartner:innen, z.B. der SC Hainberg, und Vertreter:innen der Stadt Göttingen, Kirchengemeinde Göttingen-Mitte, des Kirchenamtes sowie des Kita Büros des Kirchenkreises Göttingen-Münden zu Gast.

Das Familienzentrum sei ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, sich begegnen, Unterstützung finden, voneinander lernen und Gemeinschaft erleben können, sagte Einrichtungsleiterin Gabriele Viebrans in ihrer Ansprache. „Unser Familienzentrum soll ein offener, lebendiger und einladender Ort sein. Ein Ort, an dem jede Familie, jeder Mensch willkommen ist. Ein Ort, an dem man Fragen stellen darf, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen. Ein Ort, an dem Hilfe angenommen und angeboten werden kann. Und ein Ort, an dem aus Begegnungen vielleicht Freundschaften und aus Kontakten tragfähige Netzwerke entstehen.“

Eröffnungsfeier des Familienzentrum St. Jacobi in Göttingen

Das neue Familienzentrum St. Jacobi in der Göttinger Innenstadt (Obere Karspüle 34) soll eine Anlaufstelle für Familien sein, die Rat und Beratung suchen, ein Ort mit Angeboten für Groß und Klein, niedrigschwellig und offen für alle. Seit April wird das Familienzentrum aufgebaut, angesiedelt bei der Ev.-luth. Kindertagesstätte St. Jacobi, mit dem Ev.-luth. Kirchenkreis Göttingen-Münden als Träger, finanziert von der Stadt Göttingen. „Unser Zentrum soll Brücken bauen – zwischen Familien, Kita, Kirchenamt, Kirche, Beratungsstellen, Vereinen, Institutionen und vielen weiteren Menschen und Einrichtungen unserer Stadt“, so Viebrans.

Naseem Gaghman ist die Koordinatorin des Familienzentrums. Sie berät Menschen aus der Göttinger Innenstadt und dem Iduna-Zentrum bei ganz unterschiedlichen Problemen und Fragen, geht mit ihnen zu Behörden, hilft bei Anträgen und Formularen und vermittelt Kontakte zu Ämtern oder Hilfeeinrichtungen. In Gesprächen und im Austausch mit Eltern und Kita-Team eruiert sie, was Kind und Familie brauchen und bietet auch Sprechstunden an. Damit jede Familie bestmöglichen Zugang zu der für sie nötigen Unterstützung bekommt, hält Gaghman den Kontakt zu anderen Einrichtungen und Fachstellen in Göttingen.

Kooperationspartner:innen sind beispielsweise der „Check In Göttingen“ (Verein Jugendhilfe Göttingen), die Ev. Familien-Bildungsstätte Göttingen, der Diakonieverband Göttingen-Münden, die Interdisziplinäre Frühförderstelle der Stadt, die Brüder-Grimm-Schule, der SC Hainberg und andere. So kann die Koordinatorin im Netzwerk an die richtige Stelle vermitteln oder mit den Kooperationspartner:innen gemeinsam Angebote und Veranstaltungen organisieren.

In Planung sind regelmäßige Treffpunkte für Eltern, die ganze Familie und spezielle Angebote für Frauen. Sport, Bewegung und Kreatives möchte Gaghman im Familienzentrum etablieren, Ausflüge und gemeinsame Familienaktionen anbieten, aber auch Informationsveranstaltungen mit Fachleuten zu den verschiedensten Themen – all das immer im Hinblick darauf, was die Familien wirklich brauchen. Um das verwirklichen zu können, werden noch weitere Räume gesucht, erläuterte Ilona Raupach, erste Vorsitzende des Ev.-luth. Kindertagesstättenverbands Göttingen-Münden. „Familienzentren bieten vieles, um den steigenden Ansprüchen bei immer schwerer werdenden Bedingungen für Familien gerecht zu werden.“ Umso dankbarer sei sie für die Unterstützung der Stadt Göttingen. „Ohne die Stadt, die das Familienzentrum befürwortet und finanziert hat, wäre ein solches Projekt gar nicht möglich.“

Familienzentrum St. Jacobi