Synode begrüßt Konzept für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Nachricht Dransfeld, 12. März 2026
Die Synode in der Stadthalle Dransfeld

Partizipation war das Stichwort, das immer wieder fiel, als es in der jüngsten Sitzung der Synode des Kirchenkreises Göttingen-Münden um die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ging. Die jungen Menschen einbeziehen und mitentscheiden lassen, das passiert zum einen schon heute, wie aus dem Bericht von Kirchenkreisjugendwartin Christine Döhling und Kirchenkreisjugendwart Christopher Scharn hervorging, das soll zum anderen künftig noch stärker forciert werden. So sieht es der Konzeptentwurf vor, den Hildgund Broda, Vorsitzende des synodalen Ausschusses für die kirchliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, mitbrachte. Abzustimmen war über den Entwurf nicht, die Synode begrüßte ihn aber ausdrücklich. Sie sah sich auch starken, jungen Botschafter*innen der Ideen gegenüber: Elinor Hinker, Vorstandsvorsitzende des Kirchenkreisjugendkonventes (KKJK), Julie Scholz, Vorstandsmitglied des KKJK und Mitglied im Sprengel Jugendkonvent, und Niclas Deeke, in Göttingen-Südstadt, Gleichen, im Regionalvorstand, unterstützten Hildgund Broda bei der Vorstellung des Konzeptes. Sie beschrieben, welche gute Gelegenheit die Jugendgremien bieten, Jugendliche aktiv an Kirche teilhaben zu lassen und den Austausch mit den anderen kirchlichen Gremien sicherzustellen.

Ziel wäre es, so ein Punkt im Konzeptentwurf, dass jede der sieben Regionen im Kirchenkreis einen Regionsjugendkonvent oder ein vergleichbares Gremium einrichtet, der von dem/der Regionaljugenddiakon:in begleitet wird. Dass jede Region eine 0,6-Stelle für die Kinder- und Jugendarbeit bekommen soll, ist im Stellenplan des Kirchenkreises bereits beschlossen. Für das Budget vor Ort wäre die jeweilige Region zuständig. Wie viel Geld bereitgestellt werden könne, sei Entscheidung der jeweiligen Region, so Hildgund Broda auf eine Nachfrage, im Konzept ist vorgeschlagen, 60 Cent pro Gemeindeglied zu veranschlagen.

Der Kirchenkreisvorstand (KKV) habe die Regionen angeschrieben und um Auskunft zum Thema Regionaldiakon:in gebeten, aber nicht aus allen Regionen Rückmeldungen erhalten, fuhr Broda, als stellvertretende Vorsitzende des KKV, nahtlos fort. Eine Region habe eine solche Diakonin, eine möchte die Stelle ab 2028 besetzen, zwei arbeiten mit Honorarkräften. In der Region Münden Mitte/Obergericht suche man, berichtete Pastor Philipp Mohnke-Winter, aber es gebe keine Bewerbungen.

 

Projekte mit jungen Menschen für junge Menschen – Viel los bei der Evangelischen Jugend

Vom Start-Up Wochenende für frisch Konfirmierte, Juleica (Jugendleitercard) Schulung und Jugendbildungsfahrt, die dieses Jahr nach Rom führt, über Jugendfreizeiten bis zu Kinderferientagen und Handwerkercamp: Es ist ganz schön was los bei der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis. Christine Döhling und Christopher Scharn skizzierten, wie sich der Veranstaltungskalender jedes Jahr entwickelt. So werde die Jugendfreizeit immer mit jugendlichen Ehrenamtlichen vorbereitet, Wünsche und Vorschläge derer, für die das Programm gemacht wird, fließen mit ein. Neben der konkreten Organisation der Angebote falle dabei auch immer viel Bürokratie an, etwa für das Beantragen von Zuschüssen, damit die tollen Fahrten auch stattfinden können. Ein paar Appetithäppchen aus dem aktuellen Angebot: Beim Handwerkercamp dieses Jahr Anfang August dreht sich alles um St. Patrick, den berühmten Schutzpatron Irlands. Im Juli geht´s nach Dänemark und bei der Freizeit im Haus Hoher Hagen im Oktober werden Kinder zu Detektiven. Mehr zu diesen und weiteren Veranstaltungen findet man auf der Webseite der Evangelischen Jugend unter Termine.

Zukunftsprozess: Bestandsaufnahme läuft

30 Prozent seines jetzigen Budgets muss der Kirchenkreis bis 2035 einsparen. Wie man damit überhaupt anfängt, sodass eine neue Struktur Aussicht auf Erfolg hat, das skizzierten Superintendent Dr. Frank Uhlhorn, Prof. Herbert Asselmeyer (Angewandte Organisationspädagogik) und Prof. Stephan Weibelzahl (Wirtschaftspsychologie). Angesichts der Riesenaufgabe sei der Prozess, der zum Ergebnis führt, enorm wichtig, so sinngemäß Prof. Asselmeyer. Um bei dem komplexen Thema mit den vielfältigen Interessenslagen im vorgegebenen Zeitrahmen voranzukommen, wird alles Schritt für Schritt vorbereitet. Auf die Bestandsaufnahme, bei der man gerade ist, folgt das Festlegen inhaltlicher Schwerpunkte, später Entscheidungen und die Umsetzung, so Weibelzahl. Dabei entwickelt der Kirchenkreisvorstand Vorschläge, und die Synode entscheidet. Die Finanzen folgen den Strukturen, sagte Asselmeyer, und: „Wir kommen wirklich an die wichtigen Fragen“, einschließlich der grundsätzlichen Überlegung, „was ist Aufgabe der Kirche?“ Am Ende „müssen wir gemeinsam mutig sein“.  Bei konkreten Vorschlägen ist der Prozess noch nicht angekommen, aber er sei auf den Weg gebracht. Die Gruppe wird der Synode regelmäßig Bericht erstatten.