Fusion der fünf Kitaverbände im Kirchenkreis

Nachricht Göttingen, 04. Februar 2026
v.l. Pastor Matthias Opitz, Ilona Raupach und Pastor Robert Voss

Zum 1. Januar 2026 sind die fünf Kitaverbände im Ev.-luth. Kirchenkreis Göttingen-Münden fusioniert. Der neue „Ev.-luth. Kindertagesstättenverband Göttingen-Münden“ ist zuständig für 52 Kitas, etwa 3.200 Kinder und rund 850 Mitarbeitende. Damit ist er der größte Kita-Träger im Landkreis Göttingen.

Für den Verband ist auch ein neuer Vorsitz gewählt worden. Ilona Raupach aus Reinhausen ist die erste Vorsitzende, Pastor Robert Voss aus Barterode der zweite Vorsitzende und qua Amt ist Pastor Matthias Opitz aus Göttingen mit dabei.

„Durch den Zusammenschluss ergibt sich eine verschlankte Verwaltungsstruktur und dadurch eine höhere Effizienz“, so Wiebke Bartels vom Kirchenamt Göttingen-Münden. Nachdem die neue Struktur etabliert ist, soll es ein neues Leitbild geben und ein einheitliches Qualitätsmanagement. Auch auf das Thema Personalbindung und -gewinnung wird ein Schwerpunkt gelegt. „Der Vorteil des Zusammenschlusses in einen Verband im Kirchenkreis ist, dass sowohl Eltern, z.B. bei einem Umzug im Landkreis, einfacher die Kita wechseln können und auch die Mitarbeitenden können sich innerhalb des Verbands schneller auf eine andere Stelle bewerben“, erläutert Bartels.

Wichtig sei, so Pastor Matthias Opitz von der Stephanusgemeinde Göttingen, dass das evangelische Profil erhalten bleibt. „Kitas sind auch kirchliche Orte, wo Religion erlebt und gelebt wird. Da Religion immer mehr aus dem Alltag der Familien verschwindet, können nur die Kitas und Gemeinden zusammen etwas dafür tun, dass die christlichen Werte weiterhin vermittelt werden.“

Pastor Rober Voss bestätigt dies: „Kitas schaffen Begegnung mit Religion im Alltag in Zeiten, wo Familien nicht mehr religiös geprägt sind.“

Ein weiterer Grund für den Zusammenschluss ist, dass die ehrenamtlichen Kirchenvorstände oft stark in die Verwaltungsvorgänge der Kita eingebunden waren, was viele Ressourcen gebunden hat. Mit dem neuen großen Kitaverband, erklärt Wiebke Bartels, sollen sowohl die Kirchenvorstände der Gemeinden, als auch die Kitaleitungen von der Verwaltungsarbeit entlastet werden, damit mehr Zeit für die inhaltliche Ausgestaltung in den Kitas bleibt.

15 Delegierte aus den sieben Regionen des Kirchenkreises sind ab sofort für die Belange der Kitas zuständig. Die Leiterinnen der vorherigen Kita-Verbände Ute Lehmann-Grigoleit, Meike Waßmann und Isabel Göring unterstützen und beraten den Kindertagesstättenverband Göttingen-Münden als pädagogische Leiterinnen bei der Wahrnehmung der Gesamtverantwortung für den Betrieb der Kindertagesstätten im Kirchenkreis. Wiebke Bartels ist gemeinsam mit Waßmann und Lehmann-Grigoleit für die Konzeptions-, Organisations-, Personal- und Qualitätsentwicklung zuständig. Weiterhin begleiten fünf Fachberaterinnen die Einrichtungen zu Themen wie Kinderschutz, Teamentwicklung, Sprachentwicklung, Konzeptionsarbeit, Qualitätsmanagement und vielem mehr.

Auf der Deligiertenversammlung im April 2025 wurden bereits erste Details der Fusion mit den Ortsdeligierten besprochen