Ausstellung der Malgruppe PinselStrich
Fabelwesen und verzauberte Landschaften, blühende Gärten und grazile Gestalten, mal abstrakt, mal gegenständlich und mit viel Symbolik: So individuell wie die Künstlerinnen und Künstler der Malgruppe PinselStrich sind auch die Bilder, die bis zum 13. September in der St. Blasius Kirche in Hann. Münden zu sehen sind (Ziegelstraße). Die Eröffnung ist am Sonntag, 12.07.2026, 10 Uhr, im Gottesdienst. „Traumwelten“ lautet der Titel der Ausstellung, zu besichtigen täglich von 11 bis 17 Uhr, Eintritt frei.
Als feststand, dass die Gruppe in der Kirche ausstellen werde, „haben wir uns sehr schnell auf das Thema Traumwelten geeinigt“, sagt Hildegund Sittig, aktuelle Leiterin von PinselStrich. In Verbindung mit Kirche stehe „Traumwelten“ meist für Spiritualität, Sinnsuche und moralische Orientierung, für die Suche nach Halt, Gemeinschaft und innerem Frieden.
Eingefangen werden die Besucher:innen zu Beginn des Rundgangs von den sieben Künstlerinnen und dem einen Künstler persönlich: Jedes Mitglied von PinselStrich hat einen eigenen Traumfänger gemalt. Von dort geht es weiter zu den in Aquarelltechnik und Acrylmalerei festgehaltenen Träumen. Claudia Seitz lässt da Seesterne tanzen und Fritz Hentschels Herzogin Elisabeth spielt auf einem Konzertflügel, der vor der Blasius Kirche schwebt. Immer wieder öffnen sich Wege in den Bildern oder man findet Traumgestalten unterwegs: Gisela Hübsch lässt eine ganze Stadt in einem Regenschirm reisen, hoch hinaus geht es bei Hildegund Sittigs „Traum vom Fliegen“ und bei Sigrid Sander-Zettler wandern zwei Personen zu den Sternen.
So, wie sich das im Wachzustand Erlebte in die Träume der Schlafenden mischt, haben einige der Kunstschaffenden mitunter verschiedenen Inspirationsquellen erlaubt, für die Traumbilder Pate zu stehen und dann ihren ganz eigenen Traum mit ihrer persönlichen Note daraus entwickelt. So inspirierten beispielsweise die Figuren des „Theater der Nacht“ (Northeim) Andrea Musiol zu ihren Traumensembles, die „Mondweibchen“ begegneten Jutta Henrich in einem Märchenbuch und das Schloss von Margret Jäckle, das aus dem Himmel zu wachsen scheint, hat Neuschwanstein zum Vorbild.
Die Künstler:innen laden dazu ein, sich im ruhigen Kirchenraum auf die Bilder einzulassen, in ihre Imaginationen einzutauchen und eigene Verbindungen zu den Motiven zu entdecken.
Hinweis: Einige der ausgestellten Bilder kann man auch käuflich erwerben. Bei Interesse können Besucher:innen sich an die Kirchenaufsicht wenden.