Andacht zum "Tag der Bildung"

Nachricht Göttingen, 24. Januar 2026
Altenheimseelsorger Thorsten Wasmuth-Hödicke

Bildung ist ein Menschenrecht - am 24. Januar ist der internationale Tag der Bildung aus.  An diesem Aktionstag soll die Rolle der Bildung für Frieden und Entwicklung gewürdigt werden. Nun ist Bildung aber mehr als ein formaler Bildungsabschluss und messbare Intelligenz. Deshalb braucht Bildung auch Religion. In unserer vielfältigen und widersprüchlichen Welt den eigenen „Platz“ zu finden, ist für Kinder und Jugendliche nicht leicht. Der christliche Glaube und die evangelische Tradition können dabei helfen. Im Religionsunterricht beschäftigen sich Kinder und Jugendliche mit den „großen Fragen“ des Lebens, dem woher, wozu und wohin und bekommen Impulse, um eine eigene (religiöse) Identität und Lebensorientierung zu entwickeln.

Oft wird der Aspekt dieser Herzensbildung übersehen...  Der Jesuit und Lehrer Klaus Mertes beschreibt Herzensbildung als einen Lernprozess, der Zeit und Übung braucht. Wie kann ich das machen, mein Herz so zu bilden, dass es mir hilft, gut zu leben? Also, zum Beispiel freier zu werden von dem, was mich manchmal spontan aufregt oder ärgert- Klaus Mertes hat für diese Herzensbildung etwas sehr Simples empfohlen: das Hören. Also sich regelmäßig eine Zeit der Stille zu verordnen, um das zu üben: still zu sein, zu hören, auch nach innen, nicht sofort zu reagieren. Dann kann ich auch anderen eher zuhören, es tut gut, meinem Herz Zeit zu geben, 

Auch in der Beziehung zu Gott ist das Herz gefragt: Martin Luther sagt: „Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott“. In diesem Sinne sagt uns die Bibel: Vor allem aber behüte dein Herz, denn dein Herz beeinflusst dein ganzes Leben. Sprüche 4,23

Pastor Thorsten Wasmuth-Hödicke