Die Stadt Göttingen will die Familienarbeit im Innenstadtbereich neu aufstellen. Die Angebote für Familien aus dem Iduna-Zentrum und der Innenstadt sollen künftig als Familienzentrum an der evangelisch-lutherischen Kindertagesstätte St. Jacobi gebündelt werden. Als Träger ist der Ev.-luth. Kindertagesstättenverband Göttingen-Münden vorgesehen. Das Konzept dazu wird im öffentlich tagenden Jugendhilfeausschuss am 12. März 2026 um 16:30 Uhr im Ratssaal vorgestellt.
Hintergrund ist, dass die bisherigen Angebote im Iduna-Zentrum zuletzt nicht mehr verlässlich stattfinden konnten. Ursache waren bauliche Probleme am Standort. Eine kurzfristige Lösung vor Ort war nicht möglich. Der bisherige Träger musste die Arbeit deshalb einstellen.
„Trotz unserer schwierigen finanziellen Lage haben wir Geld in die Hand genommen, um die Kinder und Familien aus dem Iduna-Zentrum weiterhin wohnortnah unterstützen zu können“, betont Jugenddezernentin Maria Karaus. Denn, so die Dezernentin weiter: „Viele Familien brauchen einen Ort, an dem sie ohne Hürden Unterstützung bekommen. Das Familienzentrum St. Jacobi bietet genau das. Es schafft Nähe zum Alltag der Familien, stärkt Eltern und hilft Kindern beim Start in die Kita und in die Schule. Es bringt Angebote dorthin zurück, wo sie gefehlt haben.“
Mit dem Familienzentrum St. Jacobi soll wieder ein fester Anlaufpunkt im Innenstadtbereich entstehen. Das Angebot ist niedrigschwellig und richtet sich an Familien mit kleinen Kindern und an Familien ohne Kita-Anbindung. Es umfasst Beratung, Familienbildung und Begegnung, unterstützt beim Einstieg in die Kita und beim Übergang in die Schule. Auch aufsuchende Angebote im Umfeld des Iduna-Zentrums sind Teil des Konzepts. Das Familienzentrum wird eng mit Kitas, Schulen und Beratungsstellen zusammenarbeiten. Kinderschutz und Beschwerdewege werden ein fester Bestandteil der Arbeit sein. Für die Arbeit des Familienzentrums sind jährlich 130.000 Euro vorgesehen.
Stadt Göttingen