33. Tag des offenen Denkmals - Vom Orgelkonzert bis Turmbesteigung

Nachricht Adelebsen/Beienrode/Göttingen, 06. September 2026
Diesen Ausblick erhalten Besuchende, wenn sie am Sonntag (13.09.) auf den Turm unserer Friedenskirche in Göttingen steigen.

Der 33. Tag des offenen Denkmals am Sonntag (13.09.) steht unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Der Kirchenkreis Göttingen-Münden lädt an diesem Tag von Adelebsen über Beienrode bis Göttingen zu spannenden Erkundungen ein.

Der Glockenturm der Friedenskirche

Der 1958 nach Entwurf des Göttinger Architekten Hans Hautsch in der Art eines Campanile freistehend errichtete Glockenturm der Friedenskirche auf dem Hagenberg in Göttingen birgt im offenen Erdgeschoss einen Gedenkraum für die Königspfalz Grona, diente zusätzlich darüber im Innern als Stadtteilbibliothek und weist oben eine Aussichtsplattform auf. Der Turm wurde im Jahr 2023 aufgrund seiner geschichtlichen und städtebaulichen Bedeutung als Baudenkmal eingeschätzt. Am Tag des offenen Denkmals wird eine Führung über das Pfalzgelände mit Turmbesteigung angeboten. Beginn ist um 11:30 und um 14 Uhr. Die Pfalz Grona (teilweise auch Pfalz Grone) war eine Königspfalz auf dem Gebiet der heutigen Stadt Göttingen. Sie war eine der Wurzeln des heutigen Stadtteils Grone, liegt aber im benachbarten Ortsteil Weststadt. Die Pfalz wurde 915 erstmals urkundlich als Burg Grona erwähnt. Sie ist der Todesort von Kaiser Heinrich II. (1024) und wurde 1387 von den Göttinger Bürger-/innen vollständig abgerissen. Die Pfalz Grona lag nordwestlich von Göttingen am Steilhang zum Leinetal auf dem Hagenberg.

Orgel in der St. Bartholomäi Kirche in Beienrode

In der St. Bartholomäi Kirche in Beienrode befindet sich eine Orgel des Landorgelbauers Carl Heyder aus Heiligenstadt im Eichsfeld, die von 10 bis 16 Uhr besichtigt werden kann. Sie wurde 1854 erbaut. Dabei verwendete Heyder das vorhandene Orgelgehäuse aus dem 18. Jahrhundert, welches zu einer Orgel gehörte, die sehr wahrscheinlich der Orgelbauer Johannes Creutzburg um 1735/36 nach Fertigstellung der großen Duderstädter Cyriakus-Orgel erstellt hatte. Im Zuge der jetzt vorgenommenen Arbeiten konnten einige Register durch Carl Heyder-Pfeifen aus einem anderen abgelegten Bestand bzw. anderem historischen Pfeifenwerk bestückt werden. Dazu zählen die Hohlflöte, die Oktaven 4Fuß und 2Fuß und die tiefe Oktave der Mixtur von C bis H. Der Principal 8Fuß ist ab C° mit guten historischen Pfeifen des Orgelbauers Carl Giesecke bestückt, der zeitgleich im 19. Jahrhundert in der Region gewirkt hatte. Damit hat die Orgel ihre ursprüngliche, sehr kräftige Klanggestalt weitestgehend zurückerhalten. Um 11 Uhr findet die Begrüßung und Eröffnung mit einem Orgelkonzert mit Orgelrevisor Jörg Ehrenfeuchter statt. Es liegen Handzettel mit Informationen zur Restaurierung der Orgel aus und es gibt Kaffee und Kuchen.

St. Martinikirche in Adelebsen

Die St. Martinikirche in Adelebsen bietet im Zeitraum von 12 bis 17 Uhr Führung nach Bedarf an. Die Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert und beherbergt eine Renaissance-Kanzel von 1652 sowie einen Barock-Altar aus dem Jahr 1700. Epitaphe aus dem 16. und 17. Jahrhundert zeigen unter anderem historische Darstellungen der Burg Adelebsen. Der Turm ist im Jahre 1796 neu erbaut worden. Es handelt sich dabei um eine Angleichung an den Stil des 1896 / 97 neu erbauten Schlosses.