Ökumene Open Air zum Abschluss des Friedensweges
Das Gemälde von Uwe Hentze, Mündener KunstNetz e.V., zeigt auf einen Blick, wofür der ökumenische Weg zu Pfingsten in Hann. Münden stand: Nur, wenn alle einander die Hände reichen, kann Gewalt beendet werden und Frieden entstehen. Das Bild war in der Woche vor Pfingsten nach und nach entstanden. Uwe Hentze ist den ökumenischen Friedensweg mitgegangen und hat sich bei den Besuchen verletzter Orte immer wieder Inspiration für sein Werk geholt. Es zeigt die Gewalt und die Zerstörung der als „Blutpfingsten“ in die Stadtgeschichte eingegangenen Eroberung Mündens 1626, doch zwischen dem Massaker auf der historischen Werrabrücke auf der einen und dem Kriegsgeschehen auf der anderen Seite steht im Mittelpunkt ein Licht, in dessen Helligkeit sich zwei Hände einander entgegenstrecken. Das Gemälde wurde im ökumenischen Open-Air-Gottesdienst Pfingstmontag an Mündens Bürgermeister Tobias Dannenberg übergeben. Es soll einen Platz im historischen Rathaus finden, von wo die christlichen Gemeinden es sich jedoch jederzeit ausleihen können. Damit ist es ein bleibendes Symbol für das Erinnern, Versöhnen und Verändern, das die Ökumene in ihrer gemeinsamen Veranstaltungsreihe gelebt hat.
Die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Gimte-Hilwartshausen, die Evangelisch-lutherische Stadtkirchengemeinde Münden, die Evangelisch-reformierte Gemeinde, die Römisch-katholische Kirchengemeinde St. Elisabeth, die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die Kraft-Werk-Kirche Volkmarshausen und die Stiftung St. Aegidien-Kirche hatten gemeinsam zu der Veranstaltungsreihe eingeladen, die mit dem Gottesdienst am Pfingstmontag ihren Abschluss fand. Die Reihe war sehr gut angenommen worden, und mehr als einmal hörte man Sätze wie „das sollten wir öfter machen“. 400 Jahre nachdem Menschen verschiedener Konfessionen einander in tödlicher Feindschaft begegneten, setzte die Ökumene so ein deutliches Zeichen des Miteinanders und des Friedens.
Immer wieder spannten die Redner:innen im Gottesdienst den Bogen in die Gegenwart und machten deutlich, welche Rolle Kirche heute spielen kann im Ringen um Frieden und Demokratie. Man brauche Menschen, die zuhören, Brücken bauen, Verständnis könne nur aus Respekt und Offenheit wachsen, so beispielsweise Bürgermeister Danneberg. Dafür sei die Kirche prädestiniert.
Die Kinder hatten sich in ihrem Gottesdienst mit der Taube als Symbol des Heiligen Geistes und des Friedens beschäftigt und brachten Tauben-Bilder zum Doktorwerder mit. So vielfältig und individuell, wie diese Bilder sind, wurde auch der Heilige Geist begrüßt: in den unterschiedlichsten Sprachen der Besucher:innen, von Spanisch bis Norwegisch, in verschiedenen afrikanischen Sprachen, von Schwäbisch bis Plattdeutsch. Es war ein Gottesdienst, in dem viel gelacht wurde. Immer wieder gab es spontanen Applaus für Wortbeiträge, und natürlich für die Band Klangwelt, die den Vormittag schwungvoll musikalisch begleitete.
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