Zusammen - So lautet das diesjährige Motto der heute beginnenden Woche der Diakonie! Viele wichtige Wortverbindungen fallen mir da ein, wie bspw. Zusammenfinden, Zusammenhalt, Zusammenleben. Es klingt alles so selbstverständlich. Und doch stecken in ihnen Aufgaben für uns.
Auch unser Zusammenleben ist kein Selbstläufer. So braucht eine gute und lebendige Demokratie Menschen, die sich einmischen, zuhören, Unterschiede aushalten und gemeinsam nach Lösungen suchen. Sie braucht den Mut, nicht nur zu fragen: „Was ist gut für mich?“, sondern auch: „Was können wir füreinander tun?“ Wir müssen dabei nicht immer einer Meinung sein, sondern einander als Menschen sehen – mit gleicher Würde, mit unterschiedlichen Geschichten und mit dem Recht, gehört zu werden.
In der Diakonie wissen wir: niemand soll allein bleiben. Wo Menschen füreinander einstehen, entsteht Gemeinschaft. Wo Schwache nicht übersehen werden, wird Zusammenleben menschlicher. Und wo wir miteinander statt übereinander reden, wächst Vertrauen.
Darum: machen wir es gemeinsam. Hören wir einander zu. Lassen wir niemanden zurück. Und seien wir Menschen, mit denen wir selbst gern zusammenleben würden.
Übrigens: Römer 15,7 beinhaltet hierfür ebenfalls eine bewährte Empfehlung. „Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat ...“
So gelingt es bestimmt, den Zusammenbruch zu verhindern."
Jörg Mannigel, Geschäftsführer des Diakonieverbands Göttingen-Münden