Onyeka Oshionwu zu Gast bei der Straßensozialarbeit Göttingen

Nachricht Göttingen, 27. Juli 2026
v.l.: Onyeka Oshionwu mit Steffi Leik in der Poststelle der Straso

Heute hat die Göttinger Oberbürgermeisterkandidatin der Grünen Onyeka Oshionwu die Straßensozialarbeit Göttingen besucht. Zusammen mit Carlotta Ekrod aus ihrem Team informierte sie sich über die derzeitige Lage von wohnungslosen Menschen in der Universitätsstadt und half in der Poststelle aus.

Besonders das Thema Wohnraum interessierte die gebürtige Göttingerin. Mike Wacker, der Leiter der Diakonieeinrichtung im Ev.-luth. Kirchenkreis Göttingen-Münden, stellte zusammen mit Sozialarbeiter Daniel Rainers das Modellprojekt „Wohnraumakquise“ vor, das wohnungs- und obdachlosen Menschen Zugang zu angemessenem Wohnraum erleichtern soll.

Im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung hat die Zentrale Beratungsstelle Niedersachsen mit Göttingen, Twistringen, Gifhorn und Hannover vier Modellstandorte ausgewählt, die in einer dreijährigen Modellphase (in Göttingen bis 29.02.2028) mit zusätzlichen Ressourcen, unter anderem einer Förderung von rund 170.000 Euro pro Jahr, unterstützt und fachlich im Rahmen einer Evaluation begleitet werden. Danach ist in Göttingen eine Versteigung des Projekts angestrebt.

Das Thema Wohnraum stand im Mittelpunkt des Gesprächs mit der Oberbürgermeisterkandidatin der Grünen (rechts)

Im März 2025 gestartet, haben die Mitarbeitenden des Projekts bereits über 25 Menschen in eine Wohnung vermitteln können. „Wir suchen aber weiter nach Vermieter:innen, die unseren Klient:innen eine Wohnung zur Verfügung stellen können“, so Straso-Leiter Mike Wacker, denn die Warteliste sei hoch.

„Wir schauen uns jede Wohnung genau an, bevor wir sie den Wohnungssuchenden anbieten“, so Sozialarbeiter Daniel Rainers. „Dazu gehört das Umfeld, die Infrastruktur, die Größe und der Preis.“ Wenn alles passt, besichtigen die Sozialarbeitenden die Wohnung zusammen mit den Wohnungssuchenden.

Um Vermietende zu gewinnen, könnte sich Oshionwu vorstellen, seitens der Stadt mit einem gewissen Betrag Risiken wie Mietausfälle abzusichern, da dies oft der Grund sei, dass Vermietende davon abhält an wohnungslose Menschen zu vermieten. Dies bestätigten auch Rainers und Wacker. Über dieses Thema wollen Oshionwu, die derzeit ehrenamtliche Bürgermeisterin in Göttingen ist, und die Straso weiter im Gespräch bleiben.