Bierbrauen bei „Sommer auf dem Platz“ der Christophorusgemeinde Göttingen

Nachricht Göttingen, 30. August 2026
Das Göttinger Bier-Kollektiv

Das Göttinger Bier-Kollektiv aus Weende war am Samstag (29.08.) zu Gast bei dem Projekt „Sommer auf dem Platz – der Vielfalt Raum geben“. Auf dem Kirchplatz der Göttinger Christophorusgemeinde zeigten die fünf Hobbybrauer:innen den rund 15 Interessierten, wie man sein eigenes Bier herstellt. Dazu hatten sie verschiedene Sorten Malz, z.B. Schokolade, mitgebracht, der auch verköstigt werden durfte. Anschließend wurde das Getreide per Hand gemahlen und mit Wasser in einem Edelstahlbehälter gekocht. Dabei beantworteten die vier Männer und eine Frau die Fragen der Gäste aus nah und fern, ein Teilnehmer kam sogar aus Bayern. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde noch bereits gebrautes Bier verkostet. Anfang 2025 haben sich Männer und Frauen, viele von KWS in Einbeck, zum Göttinger Bier-Kollektiv zusammengeschlossen, um gemeinsam Bier zu brauen. Die Craft-Biere brauen sie zum Eigenbedarf. Vom Stout bis Indian Pale Ale sind alle Sorten mit dabei. Der Alkoholgehalt wird mittels der zugesetzten Menge an Hefe gesteuert. Die Brauzeit hängt vom Bier ab. Das Bockbier, dass sie Weihnachten vergangenes Jahr angesetzt haben, konnten sie im Mai dieses Jahres kosten.

Weitere Veranstaltungen des kirchlichen Projekts „Sommer auf dem Platz“ können Sie noch bis zum 6. September besuchen.

Ein Teil der Ehrenamtlichen von "Sommer auf dem Platz"

Zum dritten Mal in Folge wurde der Kirchplatz der Göttinger Christophorusgemeinde zum lebendigen Treffpunkt für den Stadtteil – unabhängig von Alter, Herkunft, kulturellem Hintergrund, Einschränkung, Religion oder sozialem Status. Unter dem offenen Zelt ist Jede:r eingeladen einen Platz zum Ausruhen, Aufatmen und Begegnen zu finden. Sitzgelegenheiten und kostenloses Trinkwasser stehen bereit. Ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeitende nehmen sich Zeit für Gespräche und schenken damit Aufmerksamkeit, die im Alltag oft fehlt. „Wir wollen Begegnung fördern“, sagen die Ehrenamtlichen. „Man sollte nicht nur in seiner eigenen Blase Menschen treffen, sondern auch lernen Personen zu begegnen, die andere Meinungen oder Gedanken zu verschiedenen Themen haben. Der Austausch ist wichtig, gerade mit den Nachbar:innen.“

An mehreren Nachmittagen finden offene Begegnungen mit Kaffee, Kuchen, Vorleserunden, Workshops und Liedern statt. Auch die Konzerte am frühen Abend setzen ein schönes Zeichen: Der Eintritt ist frei, regionale Bands und Chöre gestalten ein abwechslungsreiches Programm. Auch Bewährtes bleibt bestehen: Der wöchentliche Mittagstisch im Gemeindesaal wird in dieser Zeit weiterhin von Ehrenamtlichen angeboten. Besonders ermutigend ist, dass sich in diesem Jahr schon früh viele Gruppen, Einzelpersonen und Initiativen mit Ideen und dem Wunsch zur Mitwirkung gemeldet haben. Neben bekannten Beteiligten sind auch neue Partner:innen dabei, darunter die interkulturelle Eltern-Kind-Gruppe GRIFFBEREIT und die Evangelische Familien-Bildungsstätte. Das zeigt, wie groß das Bedürfnis nach gemeinschaftlichen Orten und offenen Begegnungen im Stadtteil ist. So entstehen in diesen vier Wochen viele Möglichkeiten für ältere Menschen, Kinder, Jugendliche und Familien: Möglichkeiten zur Begegnung, zum Austausch und zur Teilhabe. Der „Sommer auf dem Platz“ möchte ein sichtbares Zeichen dafür setzen, dass Gemeinschaft trägt und dass im Miteinander neue Hoffnung wachsen kann.

Das gesamte Programm finden Sie auf der Homepage der Christophorusgemeinde