Mit einem spritzigen Getränk in der Hand wird im modernen Gemeindehausanbau und dem dazugehörigen Garten neben der St. Cosmas und Damian-Kirche in Ebergötzen gepredigt, gelacht und angestoßen. Pastorin Johanna Bierwirth hat zum 3. Mal zu „Holy Aperoly“ eingeladen. Ein Format, um Glauben und Gemeinschaft neu zu beleben. Immer von 17 bis 18 Uhr, an diesem warmen Sommerabend des 13. August auch etwas länger, sind Männer und Frauen eingeladen zu Glauben, Gespräche und Getränke, natürlich auch alkoholfrei.
„Was wir immer dabei haben ist etwas Kreatives und ein Impuls, und wir singen auch immer zusammen. Die Angebote passen wir auf die Jahreszeit und das Wetter an. Jetzt, zum ersten Mal im Sommer, haben wir rund um die Kirche einen Barfußpfad und eine Fotostation aufgebaut und im Gemeindehaus kann man Fächer bemalen und Fürbitten aufschreiben“, erläutert Bierwirth. Dazu gibt es dieses Mal fröhlich-laute Sommermusik, Wassermelone und Kaltgetränke. Von jungen Müttern bis Seniorinnen sind alle Altersstufen vertreten.
Das neue Feierabendformat „Holy Aperoly“ des Gemeindeverbunds Radolfshausen wird gut angenommen, vor allem bei Frauen. „Bisher war nur ein Mann dabei, was vermutlich am Getränk liegt“, sagt Stefani Brandes schmunzelnd. Sie arbeitet ehrenamtlich im Kirchenvorstand mit und möchte die Kirche zukunftsfähig aufstellen und die Gemeindearbeit mit Leben füllen. Auch ihre Kollegin aus dem Kirchenvorstand Petra Ausburg findet, dass Kirche mehr solcher Angebote braucht. „Wir haben bereits einen Freundinnen-Gottesdienst etabliert und jetzt ´Holy Aperoly´ und bei diesen Formaten merken wir, wie voll es rund um die Kirche ist. Wenn wir Formate anbieten, die für Berufstätige gedacht sind, ist es auch wichtig, sie nach Feierabend anzubieten.“ Nicht jede:r könne und möchte sonntags um 10 Uhr zum klassischen Gottesdienst kommen.
„Unsere Gäste nehmen sich bei ´Holy Aperoly´ das mit, was sie gerade brauchen. Ob das ein geistlicher Impuls ist, ein Gespräch mit anderen oder eine Aktivität zur Ablenkung vom stressigen Alltag – all das bieten wir mit unserem Format“, so Pastorin Bierwirth.
Die Gäste am 13. August sind aus allen umliegenden Dörfern der Samtgemeinde, teilweise kennen sie sich schon, zum Teil kommen sie bei einer der Aktivitäten neu ins Gespräch. Viele sind seit Beginn des Formats dabei. „Wir freuen uns schon, wenn es im Herbst weitergeht“, so der einhellige Tenor der Teilnehmerinnen.