Ein multiprofessionelles Team für Kita und Krippe arbeitet in der evangelischen Kindertagesstätte St. Martini zusammen und stellt durch ein strukturiertes Qualitätsmanagement sicher, dass die pädagogische Arbeit sich ständig weiterentwickelt: Das wurde der Kita jetzt mit der Verleihung des BETA-Gütesiegels ganz offiziell bestätigt. Kita-Leiterin Ina Kellner erhielt die Urkunde aus den Händen von Fachberaterin Martina Zunke-Scharf, die namens Dr. Eva Berns, Bereichsleiterin der Fachberatung evangelischer Kindertagesstätten im Diakonischen Werk Niedersachsen, nach Dransfeld gekommen war, und Isabel Göring, pädagogische Leiterin des Kindertagesstättenverbandes Göttingen-Münden.
BETA steht für „Bundesvereinigung Evangelischer Kindertageseinrichtungen“. Der Verleihung des Siegels geht eine umfassende Untersuchung der Arbeit in der Kita voraus. Eine unabhängige Stelle bestätigt mit dem Zertifikat, dass die Kita ihre Aufgaben mit hoher Kompetenz erfülle, hieß es im Grußwort von Dr. Eva Berns, das Martina Zunke-Scharf überbrachte.
In der Kita St. Martini ist Platz für 137 Kinder, die sich auf drei Krippengruppen (45 Kinder) und vier Kita-Gruppen (92 Kinder) verteilen. 28 Erzieherinnen gehören zum Team, dazu Reinigungs- und Küchenpersonal, Praktikant*innen und FSJler.
Das Gütesiegel stehe vor allem für die Menschen, die jeden Tag Verantwortung übernehmen, die Kinder begleiten, ermutigen, trösten, herausfordern und stärken, so Isabel Göring. Als Trägervertreterin sehe sie nicht nur das Ergebnis, sondern auch die vielen kleinen Schritte, die dorthin geführt haben. Als engagiert, professionell und mit Herzblut charakterisierte sie die geleistete Arbeit. Beide Rednerinnen lobten, wie gut die Eltern einbezogen würden. Eltern seien die wichtigsten Bezugspersonen der Kinder und zugleich wichtige Partner für die pädagogische Arbeit. Diese Zusammenarbeit werde hier spürbar gelebt, sagte Isabel Göring.
Kooperation und Austausch pflege die Kita St. Martini auch mit der Kirchengemeinde. Als Teil der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und des Kirchenkreises Göttingen-Münden sei die Kita auch ein wichtiger Teil kirchlichen Lebens vor Ort. Die gemeinsamen Andachten mit Pastorin Ulrike Seebo und die Treffen mit Dietmar Lambach, Ortsdelegierter des Kirchenvorstandes, nannte Göring als Beispiele für den Austausch.
Dietmar Lambach bestätigte das und machte deutlich, wie viele Menschen in der Kita arbeiten, die sich ständig untereinander abstimmen müssen, „das ist ein sehr komplexer Kommunikationsprozess“. Er brachte ein Geldgeschenk vom Kirchenvorstand mit, das für Maßnahmen der Teamentwicklung verwendet werden kann. Pastorin Seebo skizzierte die Geschichte der Kindersegnung, in der Jesus aufforderte „Lasst die Kinder zu mir kommen“. Jesus sei den Kindern auf Augenhöhe begegnet, sagte sie, das solle „uns Maß und Ansporn sein“.
Kita-Leiterin Ina Kellner nahm das Gütesiegel freudig in Empfang. Nicht nur mit den Eltern und der Kirchengemeinde sei die Zusammenarbeit sehr gut, sondern auch mit der Samtgemeinde Dransfeld, sagte sie in Richtung von Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers, der zu den Gästen gehöre. Ein Kompliment für ihre Leistung als Leiterin, das Isabel Göring ihr gemacht hatte, gab sie an ihr Team weiter: Das Team habe sich schnell von ihrer Begeisterung für das Qualitätsmanagementsystem Kindertageseinrichtungen anstecken lassen und den Prozess mit großem Engagement mitgestaltet.