Wie kam es eigentlich dazu, dass der bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß, ein ausgewiesener Antikommunist, 1983 der DDR einen Milliardenkredit verschaffte und sie damit vor dem wirtschaftlichen Ruin rettete? Jakob Hein hat dazu eine Idee entwickelt und einen satirischen Roman geschrieben, der von der Kritik als abgedrehte, unwiderstehlich komische Geschichte gelobt wird. Er handelt vom Plan eines Assistenten in der Planungskommission der DDR, der sich mit Handel mit Afghanistan beschäftigen soll. Leider gibt es dort nichts zu holen außer Drogen, aber gerade das entfaltet eine ungeahnte Attraktivität für viele Westler … Bonn sieht sich zum Handeln gezwungen. Die Satire beleuchtet die Praktiken in der DDR, aber auch der Westen bekommt sein Fett: ein großer Spaß, loben die Rezensent:innen.
Gabriele Kassenbrock lädt am 3. Juni um 18 Uhr in unserer Corvinusgemeinde Göttingen zur Buchvorstellung von Jakob Heins „Wie Grischa mit einer verwegenen Idee beinahe den Weltfrieden auslöste“ ein. Es empfiehlt sich, das Buch vorher zu lesen, das ist aber keine Bedingung.